Bürgerinnen/Bürger

Telekommunikation und Medien

Die Deutsche Telekom AG, Vodafone und andere Telefonanbieter speichern in der Regel zur Abrechnung Verbindungsdaten über jedes Telefongespräch. Dazu gehören Datum, Uhrzeit und Dauer des Gespräches sowie die angerufene Telefonnummer. Nach Wahl des Kunden können diese Daten

  • mit verkürzter oder mit vollständiger Zielnummer bis zu sechs Monaten nach Versendung der Rechnung gespeichert (z.B. wenn ein Einzelverbindungsnachweis beantragt wurde)

oder

  • spätestens mit der Versendung der Rechnung gelöscht werden. Mit der Löschung wird allerdings gleichzeitig die Telekom von der Vorlage der Daten im Streitfall freigestellt.

Auch für die Aufnahme in Teilnehmerverzeichnisse (Telefonbücher) und den Auskunftsdienst der Telekom steht Ihnen ein Wahlrecht zu. Dies ist vor allem deshalb wichtig, weil Teilnehmerverzeichnisse zunehmend auch in elektronischer Form (z.B. auf CD-ROM) veröffentlicht werden, so dass die Daten z.B. für Werbezwecke leicht von Unternehmen, aber auch von Privatpersonen ausgewertet werden können. Es ist daher sinnvoll, den Eintrag in Teilnehmerverzeichnissen auf das unbedingt Notwendige zu beschränken (z.B. nur den Anfangsbuchstaben des Vornamens und keine Adresse) und ggf. die Aufnahme in elektronische Verzeichnisse völlig auszuschließen.

Seit Herbst 1997 bieten Telefonanbieter einen sog. “Komfortauskunftsdienst” an, bei dem gegen Entgelt neben der Rufnummer auch weitere in Telefonverzeichnissen eingetragene Daten (wie z.B. die Adresse, der Beruf und Mitbenutzer) mitgeteilt werden.

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) lässt durch die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) in Köln die Daten aller angemeldeten Berliner Rundfunkteilnehmer speichern. Dazu gehören neben Name, Adresse, Bankverbindung auch Daten über eingegangene Zahlungen.