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Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit

Ratgeber: Soziale Netzwerke und Datenschutz

Wir alle geben im Rahmen unserer alltäglichen Kommunikation und sozialen Interaktion, bewusst oder unbewusst, eine Vielzahl von Daten über uns und andere Personen preis. Für die zumeist jugendlichen Nutzer und Mitglieder von sozialen Netzwerken (z. B. StudiVZ, Facebook usw.) gehört die Bereitstellung eines persönlichen Profils (mit Kontaktdaten, Daten über Hobbys, Lieblingsbücher, und Lieblingsfilme, politische Einstellungen, Online-Tagebücher, Fotos usw.) jedoch quasi schon zur “Pflicht”, um im Freundeskreis anerkannt zu werden. Dabei werden der virtuellen und scheinbar anonymen (Online-)Welt oftmals Informationen anvertraut, die die Nutzer im realen Leben u.U. sogar gegenüber den besten Freunden verschweigen würden. Welche Risiken und Gefahren für die Persönlichkeitsrechte damit verbunden sein können, ist den Betroffenen zumeist nicht bekannt bzw. wird von ihnen ignoriert. Mit den nachfolgenden Hinweisen wollen wir versuchen, aus datenschutzrechtlicher Sicht über mögliche Risiken von sozialen Netzwerken aufzuklären, damit deren Vorteile unbesorgt genutzt werden können.

Das Internet vergisst nichts!


Grundsätzlich besteht bei Informationen, die in das Internet eingestellt werden, das Problem, dass sie unkontrolliert kopiert und in andere unbestimmbare Zusammenhänge gebracht werden können.

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Was beim Start in das "soziale Internet" beachtet werden sollte


Es gibt unterschiedliche Netzwerke für ganz verschiedene Zwecke. Beispielsweise sind “StudiVZ” und “Facebook” eher für die private Nutzung und den Kontakt zu Freunden gedacht, während “Xing” sich auf berufliche Kontakte spezialisiert hat.

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Risiken, die bei der Nutzung von sozialen Netzwerken bedacht werden sollten


Auch wenn es einfacher ist, jemanden unter seinem echten Namen zu finden, sollten die Risiken bedacht werden, die dadurch entstehen, dass der “community” diese Information bedenkenlos mitgeteilt wird.

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Tipps, die bei der Nutzung von sozialen Netzwerken helfen können


Mit den folgenden Tipps wollen wir aufzeigen, wie soziale Netzwerke genutzt und dabei gleichzeitig mögliche negative (Spät-)Folgen mit geringen Einschränkungen vermieden werden können:

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Fazit


Soziale Netzwerke sind eine relativ neue Kommunikationsform im Internet, die wegen der damit verbundenen Vorteile bereits für viele Nutzende unverzichtbar geworden ist.

Dieser Ratgeber gibt 10 Ratschläge, wie man seine Privatsphäre in diesen Netzwerken schützen kann, ohne auf die Vorteile verzichten zu müssen. Wesentliche Maßnahme ist die Nutzung von Pseudonymen (Spitznamen) anstelle des richtigen Namens, verbunden mit einer strikten Trennung verschiedener “Rollen”. Zudem ist grundsätzlich Datensparsamkeit gefordert, denn nicht verfügbare Daten können nicht missbraucht werden.

Durch die sozialen Netzwerke werden erstmals im großen Umfang die Verbindungen der Nutzenden untereinander, die Bekanntschafts- und Freundschaftsbeziehungen, digital erfasst. Das Ergebnis – miteinander verknüpfbare Datenbanken dieser Personenbeziehungen – wird als “Social Graph” bezeichnet. Es gibt Anzeichen, das die (wirtschaftliche) Auswertung dieses “sozialen Graphen” und damit der persönlichen Daten der Nutzenden zu einem neuen Hype im Internet werden könnte. Ermöglicht wird dies durch Bestrebungen der großen Netzwerke, externe Anwendungen und Webangebote so einzubinden, dass sie die Profildaten und den sozialen Graphen nutzen können. Die möglichen Anwendungen und deren Auswirkungen auf die Privatsphäre sind bisher bestenfalls zu erahnen.