Corner-top-right-trans
Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit

BYOD - "Bring your own device": Arbeiten mit privaten Endgeräten

„Bring your own device“ (BYOD) ist eine aktuelle Entwicklung, bei der Beschäftigte ihre privaten mobilen Geräte wie Smartphones, Notebooks oder Tablet-PCs am Arbeitsplatz verwenden und darauf die vom Arbeitgeber bereitgestellten Ressourcen wie E-Mail, Geschäftskontakte, Kalender und Datenbanken genauso nutzen wie ihre persönlichen Einstellungen und Daten. Das Phänomen ist in nahezu allen Unternehmen angekommen. Meist entziehen sich jedoch die Privatgeräte dem IT-Management, mit dem der Arbeitgeber die eigenen informationstechnischen Geräte – auch aus Gründen des Datenschutzes – verwaltet und kontrolliert. Ihr Einsatz birgt deshalb auch datenschutzrechtliche und technische Risiken. In der öffentlichen Verwaltung ist daher der Einsatz privater Datenverarbeitungsgeräte bisher prinzipiell untersagt.

Selten zuvor wurde ein Trend so vielseitig diskutiert wie das Thema BYOD. Die neuen „Spielzeuge“ – technisch sehr moderne und äußerst mobile Geräte – sollen nicht daheim liegen, sondern in die vorhandene IT-Landschaft des Arbeitgebers integriert werden. Die Initiative kann dabei genauso gut vom Arbeitnehmer wie vom Arbeitgeber ausgehen. Mit der Vielfalt an Geräten sehen sich die mit der Betreuung der IT beauftragten Beschäftigten einer stetig steigenden Zahl zu verwaltender Betriebssysteme und Plattformen ausgesetzt. Doch wie kommt es zu diesem Trend? Als Grund wird angegeben, dass die IT in der öffentlichen Verwaltung und den Unternehmen veraltet und dadurch zu langsam sei. Dazu kommt, dass die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen als Behinderungen wahrgenommen werden. Gerade bei der schnell fortschreitenden Entwicklung von mobilen Geräten (insbesondere Smartphones und Tablet-PCs) wollen die Beschäftigten ihre privaten Geräte einsetzen, da diese leistungsfähiger und nutzerfreundlicher sind. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können berufliche und private Aufgaben kombinieren, was zu mehr Motivation und einer deutlichen Steigerung der Effizienz und Produktivität beitragen kann. Das Unternehmen erscheint als flexibler und attraktiver Arbeitgeber und spart Geld für die Hardware. Selbstverständlich birgt eine Durchmischung beruflicher und privater Aspekte auch Gefahren. Neben datenschutzrechtlichen Vorkehrungen müssen auch technische Rahmenbedingungen geschaffen werden. Soll BYOD in die geschäftliche Kommunikation eines Unternehmens integriert werden, ist daher die Entwicklung einer Gesamtstrategie sinnvoll.

Rechtliche Aspekte


Hier werden Hinweise zu schriftlichen Vereinbarungen zur Regelung der rechtlichen und technischen Details, zu den Zugriffen auf die Daten und auf Auswirkungen auf Arbeitszeit, Kostenverteilung und Beendigung gegeben.

weiter

Technische Aspekte


Die Nutzung von privaten mobilen Geräten am Arbeitsplatz ist außerdem mit technischen Risiken verbunden. Grundsätzlich gibt es Maßnahmen, die eine sichere Nutzung von mobilen Geräten ermöglichen.

weiter