Presseübersicht

Ausgabe vom 17. Februar 2011
17.02.2011INTERNATIONAL / EUROPA
“Mit der List eines Ritters / Wie der Computerwurm Stuxnet in Irans Atomanlagen eindrang
... Symantec weiß das, weil Stuxnet seinen Schöpfern die Adressen aller Computer zurückmeldete, die er infizierte. Diese Daten hat die Firma analysiert, von 12 000 Rechnern. ... Stuxnet nutzte dafür offenbar den Datenaustausch zwischen den Firmen und der Atomanlage. ...” SZ 17.2.2011 S. 1
*“Ein neues Zahlsystem für Medieninhalte / Wie kommen Inhalte von Verlagen auf die neuen Tablet-Computer? Apple versucht es mit einem rigiden Abonnement-Modell, Google bietet als Alternative ein offeneres System an.
... Ob die Inhalteanbieter von Apple Zugriff auf die Daten der Abonnenten bekommen, entscheiden künftig die Nutzer. Mit ihrer Zustimmung würden Name, E-Mail-Adresse und Postleitzahl übermittelt. Die App-Anbieter können bei den Nutzern auch nach anderen Informationen fragen, müssten dies jedoch klar kenntlich machen. ...” FAZ 17.2.2011 S. 17
*“Eon bespitzelt Umweltaktivisten
Die Energiekonzerne Eon, Scottish Resources Group und Scottish Power haben Umweltaktivisten ausspionieren lassen, um an Informationen über die Planung von Aktionen zu gelangen, berichtete der Guardian unter Verweis auf interne Dokumente. Dazu wurde die private Sicherheitsfirma Vericola beauftragt, die auch in den privaten E-Mails der Aktivisten herumschnüffelte und Spitzel in die Gruppen einschleuste. ...” taz 17.2.2011 S. 9
*“Eltern sind ahnungslos, was die Kinder online treiben / EU-Studie zur Internetsicherheit bei Jugendlichen: Warnungen werden nicht ernst genommen
... Als Online-Risiken nannte der Bericht Bullying (Mobbing), Sexting (das Empfangen oder Senden sexueller Nachrichten), Kontakt mit Unbekannten oder mit belastenden oder verletzenden Inhalten, Missbrauch von persönlichen Daten sowie exzessive Internetnutzung. Im europäischen Vergleich zeigte sich, dass die Minderjährigen in Deutschland einen eher moderaten Umgang mit dem Internet pflegen: Hierzulande gehen die Kinder im Durchschnitt mit zehn Jahren zum ersten Mal ins Netz – etwas später, als in den anderen europäischen Ländern. ...”Welt 17.2.2011 S. 22
*DEUTSCHLAND
“Nazi-Vergangenheit des BND: Historiker beginnen Arbeit
... Unabhängig von politischen oder inhaltlichen Vorgaben soll eine vierköpfige Historikerkommission Akten aus der Frühzeit des Auslandsgeheimdienstes durchleuchten. ... Die Forscher sollen in den nächsten vier Jahren die Zeit zwischen 1945 und 1968 aufarbeiten, als der BND-Vorläufer – die Organisation Gehlen – zahlreiche NS-belastete Mitarbeiter beschäftigte.” Welt 17.2.2011 S. 4
*“Kindergeld online
Eltern mit neuem Personalausweis mit der Funktion ‘online-Ausweisfunktion’ und dem entsprechenden Lesegerät können jetzt rund um die Uhr Infos über ihren Kindergeldbezug abrufen sowie Änderungen der persönlichen Daten vornehmen und der Familienkasse Änderungen papierlos übermitteln. Sie müssen sich unter https://formular.arbeitsagentur.de registrieren.
*LÄNDER
Berlin
“Vier Jugendliche schlugen Berliner ins Koma / Videoaufnahmen halfen bei Fahndung / Rundumüberwachung und mehr Bahnhofspersonal gefordert
... Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) zeigte sich erschüttert über das Ausmaß der Brutalität der Jugendlichen. Dass die Festnahme durch Videobilder ermöglicht wurde, zeige, dass Videoüberwachung im öffentlichen Personennahverkehr hilfreich sei. ... ‘Dies bestärkt uns, neue Anlagen und Züge auch mit Kameras auszustatten’, sagte [der Sprecher der Berliner Verkehrsbetriebe] Klaus Watzlak. ...” ND 17.2.2011 S. 1
Politiker fordern mehr Sicherheit
...CDU-Landeschef Frank Henkel (47) betont, dass nicht der Eindruck entstehen dürfe, Probleme würden verschwiegen. ... Er bekräftigte noch einmal die Forderung, die Speicherung der Aufnahmen von Überwachungskameras von 24 auf 48 Stunden auszudehnen. ...” Bild 17.2.2011 S. 3
*“Der Spitzelvorwurf / Task Force Okerstraße gilt als erfolgreiches Sozialprojekt. Jetzt gibt es Kritik am Umgang mit Daten
... Der Geschäftsführer des Vereins Integra, Kazim Yildirim, sagt, er sei mehrfach aufgefordert worden, die Sozialdaten von Menschen an die Behörde weiterzugeben, die in die Beratungsstelle in der Okerstraße gekommen waren. Dabei habe es sich um Angaben zum Aufenthaltsstatus gehandelt, um illegale Beschäftigung, kriminelle Neigungen und Angaben zum Drogenkonsum. Yildirim sagt, er habe sich geweigert. ...” BerlZtg 17.2.2011 S. 26
*“Woran erkenne ich, dass mein Kind gemobbt wird? / Experte warnt: 40 Prozent der Berliner Jugendlichen sind Opfer der Cyber-Attacken [Interview mit Tobias Trillmich von der Fachstelle für Suchtprävention des Landes Berlin]
...Wie gefährlich schätzen Sie solche Mobbing-Seiten im Netz ein? Trillmich: 25 Prozent der Jugendlichen haben bundesweit schon Erfahrungen mit Cyber-Mobbing machen müssen, sind selber davon betroffen. In Berlin liegt der Anteil sogar bei 40 Prozent. ...” BK 17.2.2011 S. 12


